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Der Begriff des Lámatyávë wurde von J.R.R. Tolkien geprägt. Übersetzt aus dem Quenya, einer der Elbensprachen, bedeutet es in etwa "Lautgeschmack".
* In Bezug auf ein Ritual zur Namensgebung bezeichnet Lámatyávë
das Vergnügen an dem Klang und der Entwicklung von Wörtern. Sobald die
Kinder der Noldor (früheres Elbenvolk) als bereits dafür angesehen
wurden, das Lámatyávë anzuwenden, hieß das, dass sie sich selbst einen
Namen geben durften. Dieses Ritual hatte eine sehr große Bedeutung, da
es mehr als etwa physische Merkmale etwas über den Charakter und die
Individualität eines Menschen aussagte. Das Ritual der Namensgebung kann genauer nachgelesen werden in Tolkiens posthum veröffentlichen History of Middle-Earth im Buch X - Morgoth's Ring: "Of Naming".
* Tolkien
selbst entwickelte während seiner Jugendzeit und weit darüberhinaus
seinen eigenen "Lautgeschmack" bezüglich verschiedener Sprachen (er
hatte fundiertes Wissen u.a. in Walisisch, Latein, Griechisch,
Finnisch, Spanisch sowie Alt- und Mittelenglisch). Demnach gab es
Sprachen, deren Wörter und Laute ihm ein besonderes ästhetisches
Vergnügen bereiteten. Dieses ästhetische Vergnügen ließ er auch und
besonders bei der Entwicklung seiner Elbensprachen Quenya und Sindarin
(bekannt u.a. aus "Herr der Ringe", wobei hier noch die wenigsten
Anmerkungen zu den Sprachen gegeben sind) mit einfließen.
* Nín Lámatyávë
bedeutet "Mein Lámatyávë". Weitere Interpretationen meinerseits
dieser Übersetzung in Bezug auf diese Seite mögen im Verborgenen
bleiben und der Leser mag sich den Rest denken :-) |
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