Project: Quantifying Motionese

This project will take place within my Dilthey Fellowship, initiative Focus on the Humanities supported by the Volkswagen Foundation

Summary

Das zentrale Anliegen des Projektes ist zu untersuchen wie die Symbiose von Sprache und Handlung die kognitive und sprachliche Entwicklung eines Kindes fördert und wie sich diese Symbiose für künstliche Systeme (soziale Roboter) nutzen läßt, damit diese menschliche Handlungen erkennen und auszuführen lernen. Der Einfluß der Sprache auf das Handlungswissen wird am Verhalten der Eltern untersucht, wenn sie ihren Kindern Objekte und ihre Funktionen zeigen. Ich gehe davon aus, dass Eltern durch ihre verbale Information (semantischer Inhalt wie auch seine prosodische Kodierung) den Aufmerksamkeitsfokus von (präverbalen) Kindern schulen und sie so in die Lage versetzen, relevante Aspekte von Entitäten und Strukturen von Handlungen wahrzunehmen. Umgekehrt verstärken Handlungen das Sprachsignal: In der längsschnittlichen Studie zum Beitrag von kommunikativen Handlungen zur Bedeutungskonstitution im Spracherwerb wird die Semantik und Pragmatik einer Zeigegeste in verschiedenen Situationen (Lesen, freies Spiel) untersucht. Ich nehme an, dass die Symbiose zwischen Sprache und Handlung einen graduellen übergang zwischen dem frühsemantischen des Kindes und seinem linguistischen Wissen ermöglicht. Das elterliche Verhalten wird auf Variabilität und Stabilität in Bewegungen und Sprache untersucht und wie es sich dem Entwicklungsstand des Kindes anpasst. Die mit dem algorithmischen Erkennungssystem für Bewegungen und Prosodie erzielten ersten Ergebnisse geben Aufschluss über Parametermodifikationen, die in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Angewandte Informatik auf künstliche Systeme als 'top down constraints' übertragen werden.

23.11.2006