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Forum Konflikt- und Gewaltforschung

 

Stand17.07.2019
  
  
Jahre  
2019
16.12.2019 Vorstellung des MisMIE-Projekts
09.12.2019 Thema wird später bekanntgegeben
25.11.2019 Thema wird später bekanntgegeben
11.11.2019 Thema wird später bekanntgegeben
28.10.2019 Manuela Freiheit: MAPEX: Zwischenergebnisse
14.10.2019 Anja Stichs, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Die Studie »Muslimisches Leben in Deutschland«
22.07.2019 Sylja Wandschneider, Hannah Mietke, Yann Rees: Processes of radicalization in the context of "anti-refugee-agitation"
08.07.2019 How group discussion prepares: - social movements for action and prevents demobilization
24.06.2019 Kurt Salentin, Lehrforschung, Fakultät für Soziologie: Die Akzeptanz geschlechtergerechter Sprache: - Vorstellung eines Erhebungsinstruments
17.06.2019 Aydin Bayad, IKG: When identification causes the national isolationism: A study on the populist shift in Turkish communities in Germany
27.05.2019 Priska Daphi, Fakultät für Soziologie, Verena Stern, Fakultät für Soziologie: Protest Surveys: Insights from Recent Demonstrations in Germany
13.05.2019 non-public presentation/undisclosed title
08.04.2019 Pinar Burcu Güner, Bielefeld University School of Public Health: Could Turkish Muslim origin girls become German women?
25.03.2019 Muhammad Zaman, IKG / Quaid-i-Azam University Islamabad: Youth Violence Related Norms. - Results from Pakistan
11.03.2019 MEMO II - Results of the second survey on memory culture in Germany
11.02.2019 Tobias Werron, Fakultät für Soziologie: Gewalt als Legitimitätsproblem: - Lokale Gewaltkonflikte und globale Gewaltwettbewerbe
28.01.2019 Social Forms of Grouppressure und Influence on disengaging Right-Wing-Extremist - A qualitative Study to identify Factors inhibiting Distancing and Disengagement
14.01.2019 Questions for the (non) radicalization agenda in Central Asia and the North Caucasus: - Analyzing the perspectives and perceptions of migrated people from the region in Germany.
2018
26.11.2018 The rise and fall of self-directed behavior: - A non-dichotomous approach to explore the modes of psychosocial exchange fostering or hindering the individual agency.
12.11.2018 Vorstellung der Initiative Helden e.V.
22.10.2018 Vorstellung des Violence Prevention Netzwork
08.10.2018 Warum radikalisieren sich Individuen?
05.09.2018 Moral emotions
13.08.2018 The dynamics of peer-networks and their impact on youth delinquency.
23.07.2018 Projektvorstellung MAPEX
09.07.2018 China and India in Afghanistan - A long-term strategic loss for Afghanistan or a win-win for all?
28.05.2018 Radikalisierung als Sozialisation zur islamistischen Gewalt
14.05.2018 Gewalt als sozialer Tatbestand. - Zur Entwicklung einer Allgemeinen Soziologie der Gewalt als Forschungsprogramm
23.04.2018 What, how, and why Germans remember: - First results from the MEMO project, some related studies, and an invitation for interested colleagues to join
09.04.2018 Reflexive Mündigkeit und Vorurteil - Versuch einer Operationalisierung von kritischer (Selbst)Reflexion und Widerständigkeit. - Reflective Maturity and Prejudice - About an attempt to operationalise critical self-reflection and resistance.
26.03.2018 Ergebnisse des Projekts "Feindselige Orte" (Bautzen-Projekt)
26.02.2018 Racism against refugees in Bautzen: - How it takes place and what are the effects on life of refugees
12.02.2018 DARE presentation
22.01.2018 Return of National Isolationism: - Social Psychological and Sociological Processes of Radicalisation of 3rd GenerationTurkish-Germans
08.01.2018 IKG-Jahresplanung - annual planning
2017
2016
2015
2014
2013
  
  
  
  
  
  2019   [andere Jahre]
  
   
  
  
Thema Vorstellung des MisMIE-Projekts
Datum 16.12.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema wird noch bekanntgegeben
Datum 09.12.2019
  
   
  
  
Thema wird noch bekanntgegeben
Datum 25.11.2019
  
   
  
  
Thema wird noch bekanntgegeben
Datum 11.11.2019
  
   
  
  
Thema MAPEX: Zwischenergebnisse
Referen:inn:en Manuela Freiheit
Datum 28.10.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Die Studie »Muslimisches Leben in Deutschland«
Inhalt

Die Studie »Muslimisches Leben in Deutschland 2019« wird im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz durchgeführt und verfolgt mehrere Ziele. Zum einen sollen auf Basis belastbarer Befragungsdaten von Personen aus muslimisch geprägten Herkunftsländern eine neue Hochrechnung über die Zahl der Muslime sowie eine Sozialstrukturanalyse erfolgen. Zum anderen werden inhaltliche Analysen u.a. zu Aspekten der Sozialintegration sowie den Themen Religiosität und religiöse Alltagspraxis durchgeführt. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Diskussionen über diese oftmals im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehende Bevölkerungsgruppe zu versachlichen.

Um eine Einordnung der Ergebnisse zu ermöglichen, sind Vergleiche mit anderen gesellschaftlichen Gruppen vorgesehen. So werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Muslimen und Angehörigen anderer Religionsgruppen aus den gleichen Herkunftsländern sowie Deutschen ohne Migrationshintergrund herausgearbeitet.

Um der Vielfalt des muslimischen Lebens in Deutschland gerecht zu werden, gehören sowohl Einwanderer aus verschiedenen muslimisch geprägten Herkunftsregionen als auch deren in Deutschland geborene Nachkommen zur Zielgruppe. Geplant ist, im zweiten Halbjahr 2019 insgesamt 4.600 Interviews mit Männern und Frauen, die aus der Türkei, Südosteuropa, Nordafrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten stammen, zu führen. Des Weiteren werden rund 600 deutsche Staatsangehörige ohne Migrationshintergrund als Vergleichsgruppe interviewt.

Im Unterschied zu den beiden Vorgängerstudien aus den Jahren 2008 und 2016 erfolgt die Befragung nicht telefonisch, sondern auf Basis computergestützter Face-to-Face-Interviews (CAPI). Die Stichprobe wurde dabei in einem mehrstufigen Verfahren bundesweit aus 288 Einwohnermeldeämtern gezogen. Hierdurch wurden insgesamt 1,7 Millionen Adressen von Personen im Alter ab 16 Jahren ermittelt. Die Adressen wurden anschließend nach dem onomastischen Verfahren von der Humpert und Schneiderheinze GbR sortiert und Personen, deren Vor- und/oder Nachnamen vermuten lassen, dass sie zu einer der berücksichtigten Teilstichproben gehören, herausgefiltert. Aus diesem Adresspool wurde eine Zufallsauswahl gezogen und an das beauftragte Befragungsinstitut zur Durchführung der Befragung weitergegeben. Wird die vermutete Herkunft durch ein Vorinterview bestätigt, wird die Person weiter befragt (Screening).

Des Weiteren wurden im Rahmen des Projekts erste Analysen über die Qualität des angewendeten onomastischen Verfahrens durchgeführt. Hierfür wurden Angaben über ausländische Staatsangehörigkeit(en) aus den Einwohnermelderegistern und die onomastische Zuordnung von Humpert und Schneiderheinze miteinander abgeglichen. Aus den Ergebnissen können u.a. Rückschlüsse über den voraussichtlichen Befragungsaufwand (Trefferwahrscheinlichkeiten) für die Teilgruppen sowie den Umfang falsch negativer Zuordnungen gezogen werden.

Referen:inn:en Anja Stichs
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Datum 14.10.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema Processes of radicalization in the context of "anti-refugee-agitation"
Inhalt

The project studies individual processes of radicalization in the context of refugee migration and anti-refugee-debates since 2015. The main focus lies on individuals who committed crimes against refugees, refugee homes or participated in online hate speech against refugees but were not classified as potential criminals by the German police. Methodically, the study follows a combined design of qualitative and quantitative methods, conducting narrative interviews as well as quantitative studies using standardized questionnaires. The project aims to reconstruct individual processes of radicalization and reflect upon the role of "anti-refugee-agitation" within these processes. The project is a cooperation with KomRex at Jena University and is funded by the federal ministry of the interior (BMI).

Referen:inn:en Sylja Wandschneider
Hannah Mietke
Yann Rees
Datum 22.07.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
  
   
  
  
Thema How group discussion prepares:
social movements for action and prevents demobilization
Datum 08.07.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Arin Ayanian
  
   
  
  
Thema Die Akzeptanz geschlechtergerechter Sprache:
Vorstellung eines Erhebungsinstruments
Inhalt

In letzter Zeit wird oft eine gleichberechtigte bzw. gendergerechte Sprache verlangt. Das bedeutet: Früher hieß es z. B.: "Liebe Wähler". Nun soll neben der männlichen Schreibweise auch die weibliche oder eine neutrale verwendet werden. Beispiele sind: "Liebe Wählerinnen und Wähler", "Liebe Wähler*innen" und "Liebe Wahlberechtigte". Die Bevölkerung steht dieser Frage zum Teil wohlwollend, zum Teil ablehnend gegenüber. Die Lehrforschung untersucht Faktoren, die die Einstellung beeinflussen. Dazu haben Studierende einen Fragebogen entwickelt, der kurz vor dem Einsatz steht. Diese Forumssitzung stellt Konzepte und Operationalisierungen zur Diskussion.

Referen:inn:en Kurt Salentin
Lehrforschung, Fakultät für Soziologie
Datum 24.06.2019
Zeit Achtung: 12:30
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema When identification causes the national isolationism: A study on the populist shift in Turkish communities in Germany
Inhalt

From 2002, the number of people living under a populist leadership has increased from 120 million to 2 billion. Despite scientific attention on foreign policy mood of isolationism and diaspora shaping, motivations for national isolationism draws little attention. From a social psychological perspective, this study examines the identity formation behind isolationism promoted by transnational right-wing populism in a Turkish migrant sample (N = 29) in Germany. Moreover, the study aims to broaden the scope of existing studies on rejection by considering three components of the phenomenon (i.e., exposure to maltreatment, perceived threat and attribution to rejection). An interactional approach to social identity is adopted to distinguish different identity expressions within the same group. On the basis of a mixed method design (e.g., latent thematic and thematic proximity analyses), we show identity functions (i.e., consolidation vs. mobilisation) to be associated differently with the components of rejection. More specifically, identity consolidation is associated with confirmation of exposure to maltreatment, in group-specific perceived threat and attribution to out-group, whereas identity mobilisation is associated to in-direct (e.g., Non-German) perceived threat and attribution to in-group. Furthermore, the function of identity varies between the institutions from where participants were recruited, nevertheless, the whole sample identify as being “Turkish”. Based on empirical results, we reveal that in-group specific perceived threat and out-group attribution facilitate identity consolidation among certain communities which may serve as a disposition to national isolationism. The results will be discussed on the light of social identity and perceived discrimination literature.

Referen:inn:en Aydin Bayad
IKG
Datum 17.06.2019
Zeit Achtung: 12:45
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema Protest Surveys: Insights from Recent Demonstrations in Germany
Inhalt

In the last years, social movement studies have increasingly relied on protest surveys in their endeavor to analyze dynamics of contentious collective action. Our talk provides an overview of recent surveys of mass protests in Germany conducted by the Institute for Protest and Movement Studies (IPB). It will offer both an introduction to methodological steps and challenges as well as provide insights into some key findings, for example with regards to participants’ different characteristics and goals.

Referen:inn:en Priska Daphi
Fakultät für Soziologie
Verena Stern
Fakultät für Soziologie
Datum 27.05.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema non-public presentation/undisclosed title
Datum 13.05.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema Could Turkish Muslim origin girls become German women?
Inhalt

The presentation aims to discuss one finding on identity building of a completed doctoral thesis “My Good German Life as a Foreigner: Voices of Turkish Origin Girls.

The main focus of this doctoral dissertation was to explore the experiences of inequalities and the expectations of a good life of girls of Turkish origin living in Germany. Primarily, the research focused on identifying the gaps and analyzing inequality through girls` interpretation of a good life in Germany. A pilot study was conducted in order to redefine the research design, research questions, data collection methods, and methodology. The pilot study had identified that focus groups provided an abundant amount of data but were not enough to analyze the experienced inequalities and the individual agency of the participants. The pilot study revealed that it needed to be triangulated with a socio-economic questionnaire, to be able to report the distribution of the socio-economic backgrounds of the participants among the Turkish immigrant youth. An individual life history interview was used as a method of data collection to analyze how Turkish girls interpreted their feelings of inequality and active agency.

As a result of analyzing the pilot data using Grounded Theory methodology, two goals of the research were identified. The first one was to determine how girls of Turkish origin living in Germany developed a favorable view of themselves; such as empowerment, agency, emancipation, inspirations, and aspirations, as they were challenged at school and in the German society. The second was to ascertain how girls of Turkish origin living in Germany interpreted challenges, at school and on the broader society, to obtain a good life. I aimed to develop the literature review with concepts derived through the results of the pilot study because a literature review that has been conducted with the concepts relevant to the objective of the study results in building the background of the research (Hammick, 1996).

This research is framed with Sen’s (2009) conceptualization of the Capability Approach to welfare and well-being, as well as Martha Nussbaum`s concept of education and agency (2013). The Capability Approach (Sen, 2009 & Nussbaum, 2011) discusses what a person can do with the given resources and what a person needs in order to live a life which he/she desires to live. The Capability Approach is an evaluative approach for analyzing what the limitations are in life which prevent a person from living a good life. Biggeri and Libanora`s (2011) implementation of the capabilities approach is used for designing the interview guidelines. A Grounded Theory approach (Charmaz, 2017) was used to analyze the data.

Research in Germany reveals that children of immigrants are disadvantaged in the German school education system and the family’s socio-economic status determines the school education outcomes of children and youth (OECD 2017). The starting point of this research questioned how inequality in school education would affect the life opportunities of the socially vulnerable children and youths of immigrant-origin. The pilot data revealed that girls highlighted a ‘good school education’ as fundamental for a ‘good life.’ In the actual data collection, opportunities for a good life were linked to opportunities for good school education.

In order to find the inequalities in the life of socially vulnerable girls of Turkish origin, this research conceptualized how ethnicity and migration background deprives or enhances the capabilities (opportunities) of young, 2nd, 3rd and 4th generation, women of Turkish origin living in Germany. The data for research was collected in collaboration with colleagues working in the field of youth and education in the Federal State of North Rhein Westphalia. The participants were girls between the ages of 13 and 21 years residing in North Rhine Westphalia`s (NRW) socio-economically vulnerable areas.

In the central data collection phase, there were 20 focus groups, consisting of five to eight girls, a socio-economic questionnaire after each focus group and 25 individual life history interviews with the girls who participated in the focus groups, conducted in order to analyze the personal experiences of inequality. The questionnaire was included in order to control the effects of external factors, such as migration background, ethnicity, religion, and gender, as it was a heterogeneous group of participants. In the central data collection, the interview guidelines were structured to investigate what girls of Turkish origin perceived to be opportunities and inequalities, and how they removed these limitations (agency) for a good life. As a result, the research was centered on two main concepts, and these were a ‘good life’ and opportunities to achieve a ‘good school education.’

The presentation will discuss how identity of girls from Turkish Muslim origin is constructed from religious affiliation, ethnicity and religion; and how these girls interpret inclusion and exclusion in their everyday school education and society in Germany.

Referen:inn:en Pinar Burcu Güner
Bielefeld University School of Public Health
Datum 08.04.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema Youth Violence Related Norms.
Results from Pakistan
Inhalt

This presentation is part of the Project “The violence related norms, attitudes and beliefs of young men in high-risk urban neighbourhoods” which is a project of IKG (Lead by Wilhelm Heitmeyer, Steffen Zdun, Sebastian Kurtenbach, Simon Howel, Abdul Rauf and Muhammad Zaman). I hereby discussed the results from the Pakistani data of the above project. The major focus of the results is to evaluate Anderson’s seminal work on the Codes of the Street and its relevancy. We investigated with 30 interview partners and 10 experts about the codes of the street in Pakistan (and also each partner country). Precisely, we analyzed nine codes (respect/ disrespect, neighborhoods perceptions, enemy, toughness/ masculinity, symbols, success, friends/ family, violence and street wisdom) with help of MAX QDA software. Meanwhile, we also found some of the violent norms that could be unique in its nature in the Pakistani data. These additional codes that we found from the Pakistani data were temporary relations with girls and fights with rival juveniles, fights on bet (gambling), fights due to unknown person’s entry into street and gazing on the street females’ which is the violation of the family honor. We found that finishing schools, getting employment, having a business and/ or migration to get a better lifestyle were exit strategies from the violent environment. Anderson’s code of the street is important to understand the violence related norms in broader context. More specifically, the respect/ disrespect, neighborhoods perception and street wisdom were relevant codes of the street. However, other codes (enemy, toughness/ masculinity, symbols, success, friends/ family and violence) cannot be completely generalized in the Pakistani cultural context where a number of codes cannot be applied equally or even have different context. Thus, the code of the street is cultural specific and it hardly be applied equally in every country.

Referen:inn:en Muhammad Zaman
IKG / Quaid-i-Azam University Islamabad
Datum 25.03.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema MEMO II - Results of the second survey on memory culture in Germany
Inhalt

The MEMO project empirically deals with the concept of memory culture in Germany, particularly with the questions of what, how and why Germans remember. The project aims to track how memory culture changes in our society and whether contents and practices of remembrance are linked with concepts such as contemporary political attitudes, civil courage or national identification. We report and discuss results from MEMO II, a representative telephone survey (N = 1.000) for which data collection took place between November and December 2018. MEMO II focusses on the time of National Socialism in Germany and examines participants’ practices of remembrance (e.g., formal education, media consumption, visits of memorial sites and transgenerational narratives), their knowledge about perpetrators, victims, helpers, and bystanders among their ancestors and their general perception of the German society during the time of National Socialism. Finally, MEMO II examines whether and how these factors are correlated with participants’ self-assessments as well as present-day political attitudes.

Datum 11.03.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema Gewalt als Legitimitätsproblem:
Lokale Gewaltkonflikte und globale Gewaltwettbewerbe
Inhalt

Nimmt die Gewalt in der Moderne ab oder zu? In der Literatur stehen sich optimistische und pessimistische Positionen zu dieser Frage mehr oder weniger unversöhnlich gegenüber. Der Vortrag schlägt eine dritte Alternative vor: Statt über Modernisierungseffekte zu spekulieren, sollten wir versuchen, die sozialen Konstellationen präzise zu analysieren, in denen Gewalthandeln möglich werden kann. Dann wird die empirische Beobachtung wichtig, dass private und staatliche Konfliktakteure zunehmend mit der Erwartung konfrontiert werden, auf Gewalt möglichst zu verzichten. Das führt nicht zwingend zum Rückgang von Gewalt, aber es stellt Gewalt vor ein Legitimitätsproblem: Es macht Gewalthandeln zu einer Option, die mit der ablehnenden Beobachtung durch Dritte und also mit Legitimitätsverlusten rechnen muss, zugleich aber auch mit Aufmerksamkeitsgewinnen rechnen kann. Der Vortrag diskutiert theoretische Prämissen dieser These und erläutert sie an ausgewählten Beispielen.

Lektüreempfehlung

Referen:inn:en Tobias Werron
Fakultät für Soziologie
Datum 11.02.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema Social Forms of Grouppressure und Influence on disengaging Right-Wing-Extremist
A qualitative Study to identify Factors inhibiting Distancing and Disengagement
Inhalt

Exploratory studies examining individual disengagement from right-wing extremist contexts cite positive subjective experiences and fear of violent retribution as factors inhibiting disengagement. Fear of prosecution, political persecution, social stigmatisation and loss of identity are also mentioned, along with group-related aspects such as ideology, hierarchy, structure and willingness to commit violence.

Despite these findings, a comprehensive investigation of the phenomenon (group)pressure and influence on disengaging members of right-wing extremist groups and organisations and its suppressive effects on distancing from extreme groupfigurations is still pending.

The contribution draws on thirty in-depth interviews conducted between spring 2015 and summer 2016 with subjects across Germany who had left right-wing extremist groups and organisations, or were in the process of leaving. The comparative case analysis follows the methodology of grounded theory informed by the biographical approach. After an introduction I would like to initiate a critical discussion of the underlying methodology and research strategy of the study.

In a second step I will present some key findings of the study. After that I would like to invite you to discuss the results regarding their significance for a professional deradicalization practice.

Datum 28.01.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema Questions for the (non) radicalization agenda in Central Asia and the North Caucasus:
Analyzing the perspectives and perceptions of migrated people from the region in Germany.
Datum 14.01.2019
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
  
  
  2018   [andere Jahre]
  
   
  
  
Thema The rise and fall of self-directed behavior:
A non-dichotomous approach to explore the modes of psychosocial exchange fostering or hindering the individual agency.
Inhalt

The proposed research initiates a non-dichotomous approach to the exploration of modes of agency (e.g. autonomy, compliance, submission, anomy, etc.) by introducing a shifting-centrality model of self in place of existing categorical ones. The proposed model allows to assess the modes of agency on a continuum rather than by presumed categories. No reference to cultural background or the geographical origin of the individual in question is conditional for such an assessment. The proposed model releases the idea of modes of agency from the position of a psychological state, personality trait, or a collective attribute of individuals and groups. Therefore, the model has the potential to provide the researchers, activists, and policymakers with the opportunity of concentrating on the behavioral properties of interpersonal interactions in contrast to identities or alleged group affiliations. The proposed model could be useful to investigate and re-design social inclusion efforts by making it possible to work with actual relational exchange settings and social interaction patterns instead of arbitrary sets of group attributes and associated values and beliefs.

Datum 26.11.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema Vorstellung der Initiative Helden e.V.
Inhalt

Der Helden e.V. wurde im Jahre 2015 von Psychologen, Sozialarbeitern und Erlebnispädagogen gegründet, um ein sinnvolles und nachhaltiges Workshop-Angebot gegen (Cyber-)Mobbing und Rassismus zu schaffen. Die Grundidee der Arbeit basiert auf der Sensibilisierung für sozialpsychologische Effekte. Wenn ich sensibel für die Mechanismen bin, welche mich manipulieren, kann ich mich dagegen wehren und meine eigenen Entscheidungen treffen – auch unter dem Druck, der von einer Gruppe oder einer Autorität ausgeht. Die Sensibilisierung für diese Prozesse ist das Ziel der Heldenakademie. Um diese Sensibilisierung zu realisieren wurden die klassischen Experimente der Sozialpsychologie zu ethisch und moralisch vertretbaren Methoden abgewandelt, so dass sie heute mit allen Arten von Gruppen durchführt werden können. Außerdem wurden sie mit höchst wirksamen erlebnispädagogischen Elementen, Geschichten von Helden, Storytelling Elementen und mit kleinen Mutproben verbunden.

Eine große Unterstützung bei der Arbeit von Helden e.V. war Professor Philip Zimbardo, der damalige Versuchsleiter des Stanford-Prison-Experiments. Er selbst hat im Jahre 2011 das Heroic Imagination Project (HIP) gegründet. Er verfolgt dabei das Ziel, Schüler und Studierende weltweit zu Helden auszubilden, die sich für andere stark machen und die als Botschafter für ein couragiertes Verhalten stehen. Seit dem Jahr 2017 ist Helden e.V. lizensierter Partner und darf seine Ideen in Deutschland weitertragen.

Datum 12.11.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema Vorstellung des Violence Prevention Netzwork
Inhalt

In the field of preventing and countering violent extremism (P&CVE), an obvious decoupling of theory, practice, and societal/technological innovation is visible today. Among the consequences of this is (1) a disconnection between research and the actual challenges facing practitioners; (2) the emergence of (technological) innovation without social benefit; and (3) scientific insights not being sufficiently accessible in order to impact the practical work in a meaningful way.

To address this gap, Violence Prevention Network (as one of the leading civil society organizations in the field of P&CVE in Germany), now introduces “Modus | ZAD” – a center for applied research on deradicalization.

Modus links research, practice, and other societal actors – transparently, sustainably, and at eye level. In doing so, Modus creates new synergies, develops innovative ideas, and is able to appropriately counter the challenges posed by violent extremism. Going beyond mere research, Modus also aims at empowering future P&CVE practice to keep pace with trends in academia and developments of extremist ideologies and groups. To achieve this aim, a three-part circle of direct testing, continuous (re)evaluation, and widespread dissemination via direct application of new approaches is employed.

Datum 22.10.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema Warum radikalisieren sich Individuen?
Inhalt

Dieser Report gibt einen systematischen Überblick über den Forschungsstand zu den Ursachen und Folgen der Radikalisierung von Individuen und beschreibt wie diese in Wechselwirkung und Interaktion mit anderen Personen, sozialen Gruppen sowie Organisationen oder Institutionen stattfinden. Die Aneignung extremistischer Denkmuster sowie die Zugehörigkeit zu einer extremistischen Gleichaltrigengruppe im Jugendalter helfen bei der Befriedigung allgemeiner Bedürfnisse wie Anerkennung und Gruppenzugehörigkeit, aber auch bei der Reduktion von Unsicherheiten und Identitätskonflikten. Ideologien bieten Individuen nachvollziehbare Deutungsmuster und individuelle Handlungsalternativen für spezifische Problemlagen an. Der Report leitet aus seinen Erkenntnissen Vorschläge für zukünftige präventive und therapeutische Maßnahmen ab.

zum Report

Datum 08.10.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema Moral emotions
Datum 05.09.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema The dynamics of peer-networks and their impact on youth delinquency.
Inhalt

The aim of the research project is to analyze the dynamics of peer-networks and their relevance for youth delinquency. It is furthermore interested in the change of conflict lines - also in regards to ethnical dimensions - between adolescents in the context of violent confrontations. The project aims to help understand the processes of the formation and transformation of networks, their general framework and their impact on delinquent behavior. A longitudinal qualitative method design will be applied to analyze this. We believe in a great potential for innovation with this approach because our prior empirical knowledge from studies of the Institute for interdisciplinary research on Conflict and Violence point to some significant but little analyzed changes regarding the social environment of deviating adolescents. These should first be analyzed in an exploratory manner, before a deepening and expansion of the insights is to be followed in a quantitative research project later on. In accordance with this we furthermore conjecture a potential for innovation for the sociological-criminological theory development. The insights can contribute to this in various areas.

The work regarding the research questions will be based on a longitudinal study with 40 male adolescents in the age of 15 to 18 years. Diverse themes are to be queried with eight survey points to understand their change as well as the change of the peer-network. For a deepening and supplementation of the so gained insights qualitative expert interviews are planned, in which it will also be possible to discuss open-ended questions. These interviews will not be carried out repeatedly and all in all 20 are intended with individuals, who are in contact with adolescents out of professional reasons. This will lead to about 180 interviews when maxed out.

Datum 13.08.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema Projektvorstellung MAPEX
Inhalt

It is still not sufficiently clear what approaches are particularly successful in preventing young people from being influenced by violent Salafist and jihadist propaganda. One of the main reasons is the lack of a reliable overview of all currently applied prevention and deradicalization projects in the context of Islamist extremism. MAPEX aims to close this gap by analyzing more than 1,000 initiatives in Germany and map them to an interactive and digital map. This will enable practitioners and interested parties to get an overview of the current project landscape and allow them to navigate and identify trends by means of specific filters and categories. More specifically, MAPEX will analyze how the relationship between prevention and intervention is structured. Which causes and which radicalization stages, mechanisms and dynamics do the projects address? Who is being reached by the projects and who is not? Which theoretical approaches do projects refer to and which methods do they apply? The mapping will be supplemented and deepened by qualitative and explorative analyses.

Datum 23.07.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema China and India in Afghanistan
A long-term strategic loss for Afghanistan or a win-win for all?
Inhalt

Are the increasing Chinese and Indian investments in Afghanistan the start of a New Great Game of proxy wars or could Chinese and Indian engagement in Afghanistan result in a win-win for all three countries? Most observers of India’s and China’s relationship with Afghanistan have analysed the relationships through a strategic lens and as a zero sum game, where Indian assistance and investments have been reported as a loss for China and vice versa. In these analyses, little attention is paid to the impact of both these countries’ engagements for Afghanistan. This research will present an overview of both Chinese and Indian investments and foreign assistance to Afghanistan, and argue that increased engagement by both China and India are a win not only for Afghanistan, but ultimately also for China and India.

Datum 09.07.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort Achtung: X-E0-228
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema Radikalisierung als Sozialisation zur islamistischen Gewalt
Inhalt

Was begeistert Jugendliche und junge Erwachsene am gewaltbereiten Islamismus? Gibt es wiederkehrende Muster von Ursachen, die eine Hinwendung zum gewaltbereiten Islamismus befördern? Wieviel Jugend steckt in Radikalisierung? Mit Blick auf diese Fragen bietet das Konzept der Sozialisation sinnvolle Anknüpfungspunkte wie auch notwendige Modifikationen. Im Kontext des islamistischen Extremismus müssen wir heute von einer ‚radikalen Sozialisation‘ sprechen. Auf Grundlage vergleichender Analysen der Radikalisierungsprozesse verurteilter junger Menschen, die sich in Deutschland gewaltorientierten islamistischen Strömungen angeschlossen haben, wurde ein „Modell radikaler Sozialisation“ entwickelt. Es beschreibt die Abkehr von den Sozialisationsinstanzen Familie, Schule, Beruf oder Gleichaltrigen(gruppen) und die Hinwendung zu Instanzen der radikalen (Selbst-)Sozialisation in Form propagandistischer Medien, radikaler Bezugspersonen gewaltorientierter islamistischer Gruppierungen oder jihadistisch geprägter Moscheegemeinden.

Das empirisch noch keinesfalls gesättigte Modell und die verwendeten Begrifflichkeiten werden im Rahmen des Forumstermins zur Diskussion gestellt.

Datum 28.05.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema Gewalt als sozialer Tatbestand.
Zur Entwicklung einer Allgemeinen Soziologie der Gewalt als Forschungsprogramm
Inhalt

Die soziologische Gewaltforschung bildet gegenwärtig ein dynamisches Feld. Nachdem die Soziologie das Thema „Gewalt“ lange vernachlässigt hat, erfuhr es in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig wachsende Aufmerksamkeit. Dabei waren es vor allem theoretische Entwicklungsschübe, die der Gewaltforschung in jüngster Zeit neue Perspektiven eröffnen und so zur Schärfung der Konturen eines sich herausbildenden Forschungsfeldes beitragen konnten.

Die jüngsten Bemühungen um die Entwicklung einer genuin soziologischen Theorie der Gewalt zielen vor allem darauf ab, den Status von Gewalt als Residualkategorie oder als gesellschaftliches Randphänomen – sei es von Staat, Herrschaft, Macht oder Konflikt – zu überwinden und sie als eigenständiges Phänomen ernst zu nehmen (Collins 2008, Reemtsma 2008, Schinkel 2010, Lindemann 2014). In Deutschland ist mit Erscheinen des Sonderhefts 37 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie von 1997 schon einmal der Versuch unternommen worden, Gewalt als eigenständiges Phänomen in den Mittelpunkt zu rücken. Die selbsternannten Innovateure der Gewaltforschung um Trutz von Trotha formulierten damals eine doppelte Forderung: Eine genuine Soziologie der Gewalt müsse zum einen mit der Gewalt selbst beginnen, vor allem mit einer Phänomenologie der Gewalt, die methodisch als dichte Beschreibung im Sinne von Clifford Geertz angelegt ist; zum anderen komme es darauf an, über eine mikroskopische Beschreibung der Gewalt hinaus deren Bedeutung für das Ordnungsproblem von Gesellschaften begreifbar zu machen. Der erste Teil der Forderung dürfte mittlerweile als erfüllt gelten.

Die Theoriedebatte wird seit einiger Zeit vom so genannten situationistischen Paradigma dominiert, das inzwischen hauptsächlich mit den Arbeiten von Randall Collins in Verbindung steht und in dessen Rahmen Gewalt als unmittelbare leibliche Interaktion behandelt wird. Der zweite Teil der Forderung verweist dagegen auf eine offene Baustelle. Trutz von Trothas Aussage, „dass die Gewalt selbst eine Form sozialer Ordnung ist und im Sinne der klassischen politischen Philosophie seit Hobbes zum Kern des Ordnungsproblems jeder Gesellschaft und Kultur gehört“ (1997: 20), kündigt den Ausgangspunkt eines Forschungsprogramms an, das nicht zuletzt den Übergang von einer Soziologie der Gewalt zu einer Allgemeinen Soziologie der Gewalt markieren würde. Bislang aber liegen nur wenige Arbeiten vor, die es erlauben würden, eine Allgemeine Soziologie der Gewalt als Forschungsprogramm ernsthaft in Gang zu setzen.

Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen des Vortrags drei Stränge der neueren soziologischen Gewaltdiskussion systematisch zusammengeführt werden, die sich bislang ohne nennenswerten Bezug aufeinander entwickelt haben, deren Verschränkung aber mit Blick auf das eben benannte Forschungsdesiderat äußerst vielversprechend sein dürfte (Hartmann 2017). Der erste Strang besteht aus sozialtheoretischen Ansätzen, die der legitimierenden Funktion des Dritten eine zentrale Stellung einräumen und die somit dyadische Konzeptionen von Gewalt zu einem triadischen Ansatz erweitern (Reemtsma 2008, Lindemann 2012, 2017). Der zweite Strang umfasst so genannte situationistische Ansätze, in denen Gewalt aus mikrosoziologischer Perspektive als unmittelbare leibliche Interaktion thematisiert wird (Collins 2008). Der dritte Strang besteht aus Arbeiten, die für eine stärkere methodologische Verschränkung von Bewegungsforschung und Gewaltforschung plädieren, um den relationalen, prozessualen und sozialen Dynamiken von Gewaltphänomenen besser gerecht werden zu können (Tilly 2003, della Porta 2013).

publication

Datum 14.05.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Kurt Salentin
  
   
  
  
Thema What, how, and why Germans remember:
First results from the MEMO project, some related studies, and an invitation for interested colleagues to join
Inhalt

Perspectives on and definitions of “cultures of remembrance” are varied and sometimes controversial. In a broad sense, the term is used to describe memories, narratives, and traditions of remembrance that are shared to some extent by members of the same society. Cultures of remembrance and their respective elements, however, can differ substantially across and even within societies. One of the MEMO project’s main aims is to delineate the current state of the German culture of remembrance through a representative survey that has recently been completed. Another aim of the project is to better understand psychological dynamics connected to remembrance through correlational and experimental studies.

In the first part, the talk summarises some of the main findings of the survey: What do German participants remember as important dates or events in German history? Where do they go to remember, who do they talk to, and about what exactly? And what aim or purpose do they find in remembering the past – is there a “historical responsibility” to make sure something like the Holocaust will never happen again? Or would respondents rather draw a final stroke (Schlussstrich) under the past and just be “proud to be German” again?

In the second part, the talk combines MEMO data with ongoing research projects on (1) shame on victim and perpetrator sides and (2) moral licensing effects on Schlussstrich-demands and attitudes towards seemingly unrelated groups, e.g., refugees coming to Germany. We find that (1) shame when recalling instances of being a victim (perpetrator) is positively (negatively) correlated with the intention to cover up what happened both on the individual (students recalling autobiographic episodes of being victims or perpetrators) and on the collective level (Israelis’ or Germans’ attitudes towards remembering the Holocaust). We also find that (2) Germans’ pride about how Germany has dealt with the Nazi past correlates positively with Schlussstrich-demands which in turn correlate positively with demands for a maximum number of refugees to be accepted in Germany, an effect of moral licensing that we replicate in related experimental research.

Discussion focuses on the implications of collective memories for present-day intergroup relations with a specific focus on the German case. The talk concludes by inviting colleagues interested in joining MEMO to contribute questions and ideas to the project that will continue for at least two more years.

Datum 23.04.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
  
   
  
  
Thema Reflexive Mündigkeit und Vorurteil - Versuch einer Operationalisierung von kritischer (Selbst)Reflexion und Widerständigkeit.
Reflective Maturity and Prejudice - About an attempt to operationalise critical self-reflection and resistance.
Inhalt

Though Mündigkeit is of high theoretical and normative relevance in discourses concerning an Education after Auschwitz (Adorno) and more recent questions regarding the aims of civic and democratic education, the analytical substance of the concept was neglected theoretically as well as empirically in the social scientific research on antidemocratic attitudes and more general prejudice research. To deal with this insufficiency, the approach of the PhD project tries to develop and test a survey instrument by integrating ideas derived from educational theory and philosophy with social scientific prejudice research. The talk will reflect the current state of the ongoing PhD project and put the approach to measure Reflexive Mündigkeit (looslely translated as reflective maturity) up for discussion. In short, the term Reflexive Mündigkeit heuristically conceptualizes an individual form of dealing with one’s own or other’s worldviews, attitudes and social conditionality. Whether this approach proves to be feasible and worthwhile for the ongoing PhD project in understanding the relationship between Mündigkeit and prejudice as well as opposition to prejudice in general will be up for discussion.

Datum 09.04.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
Moderation Melanie Schlüter
  
   
  
  
Thema Ergebnisse des Projekts "Feindselige Orte" (Bautzen-Projekt)
Inhalt

Freital, Clausnitz, Cottbus oder Bautzen. Die Namen dieser und weiterer vor allem ostdeutscher Kommunen sind in den vergangenen Jahren insbesondere in Verbindung mit Konflikten um zugezogene Flüchtlinge oder ihre Unterbringung bundesweit bekannt geworden. Die Ursachen und Dynamiken von Konflikt und Feindseligkeit sind dabei eingebettet in einen scheinbar unverfänglichen Alltag, der bestimmt wird durch ein räumliches aber latentes Klima der Skepsis einerseits und der Sehnsucht nach einer unklaren Stabilität andererseits. Ebendieser Verwobenheit zwischen Ablehnung von Fremden und Eliten, der Hinwendung zu ultra-nationalem Gedankengut als vermeintlicher Identitätsanker und die zum Teil undemokratischen Aushandlungsprozesse über die situative Deutungshoheit im öffentlichen Raum widmet sich der Vortrag am Beispiel der Stadt Bautzen. Dazu werden Konzepte aus der Politik- sowie Erziehungswissenschaft und Psychologie mit stadt- und migrationssoziologischen Perspektiven verknüpft. Die Studie reiht sich in den stadtsoziologischen Forschungszweig zu Kontexteffekten ein, bezieht sich aber auf den gesamtstädtischen Rahmen.

Ziel ist es, eine empirische fundierte Grundlage zu erarbeiten, wie und ob der Raum einen Effekt auf gewaltbezogene Normen, in Bezug auf die Herstellung eines bedrohlichen sozialen Klimas, gegenüber Minderheiten hat. Dadurch kann es dazu kommen, dass Orte für spezifische Gruppen zu feindseligen Orten werden, insbesondere wenn keine reale Möglichkeit besteht, den Ort verlassen oder zu meiden. Mit diesem Erklärungsansatz kann eine erschwerte Integration Geflüchteter, unter systematischer Berücksichtigung räumlicher Einflüsse, besser als zuvor erklärt werden. Dazu werden die Ergebnisse einer Mehr-Methoden Studie vorgestellt. Zur Einordnung des Fallbeispiels in den gesamtdeutschen Rahmen werden Daten der amtlichen Statistik und des GMF-Panels ausgewertet, um die Situation im Vorfeld der Zuwanderung Geflüchteter zu beschreiben. Anschließend werden fremdenfeindliche Ereignisse vor Ort zwischen dem 01.01.2015 und dem 30.04.2017 mittels einer systematischen Medienanalyse sowie der Auswertung von Protokollen politischer Diskussionen rekonstruiert. Zudem wird ein erster Einblick in den lokalen Diskurs über die Auswertung von Facebook-Kommentaren zu Artikeln der lokalen Tageszeitung geliefert. Den Kern der empirischen Arbeit bilden die Auswertungen qualitativer Interviews mit unterschiedlichen heuristischen Bewohnergruppen (Rechte, Linke, „normale“ Bürger, Geflüchtete, Vereinsvorsitzende, Politiker) und teilnehmender Beobachtungen öffentlicher Plätze im Rahmen einer Feldforschungsphase zwischen April und Juni 2017.

Datum 26.03.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
  
   
  
  
Thema Racism against refugees in Bautzen:
How it takes place and what are the effects on life of refugees
Datum 26.02.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema DARE presentation
Datum 12.02.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Return of National Isolationism:
Social Psychological and Sociological Processes of Radicalisation of 3rd GenerationTurkish-Germans
Datum 22.01.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema IKG-Jahresplanung
annual planning
Datum 08.01.2018
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
  
  
  2017   [andere Jahre]
  
   
  
  
Thema Right-wing populism
Datum 27.11.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
  
   
  
  
Thema Konstrukte zur soziologischen Erklärungen von Gewalt
Inhalt

Der Beitrag stellt das Zwischenergebnis des quantitativen Teils des Forschungsprojekts Soziale Konstellationen zur Erklärung von Gewalt vor. Als Ziel der Studie wurde u. a. eine Verknüpfung von Control Balance Theory (CBT) und der Theorie Sozialer Desintegration (TSD) formuliert. Hintergrund dieser Verbindung war die Idee, Schwachstellen der Theorien mit Elementen der jeweils anderen auszugleichen und die Erklärungskraft für Gewalt zu erhöhen. Um die Integrierbarkeit der Theorien empirisch prüfen zu können, wurde eine standardisierte Umfrage unter ca. 2000 Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse durchgeführt. Der Vortrag wird eine kurze Übersicht des bisherigen Projektverlaufs geben und anschließend die Theorien skizzieren. Auf dieser Grundlage wird ein tentatives Modell der Theorieverknüpfung vorgestellt. Abschließend werden Probleme auf Konstruktebene sowie des Gesamtmodells thematisiert.

Datum 23.10.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Radicalization processes in the run-up to terrorist violence
Datum 25.09.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Konfliktverstehen und –management im Ehrenamt der Flüchtlingshilfe
Datum 11.09.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema New Jihadism - Patterns of Radicalization
Datum 30.08.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Der Fall Breivik
Inhalt

Meine Masterthesis beschäftigt sich mit einer prozesssoziologischen Analyse des Falls Breivik unter Rückgriff auf die Theorie zur Mikrosoziologie von Gewalt nach Randall Collins. Sie nimmt die Ereignisse am Tattag, sowie die Vorbereitung unter einer zeitlichen Perspektive mit Hilfe einer sequenziellen Ereignisrekonstruktion in Augenschein und versucht zu erklären, wie Gewalt möglich wird – obwohl davon ausgegangen werden kann, dass Gewalt schwer fällt und eine Barriere aus Konfrontationsanspannung und –angst überwunden werden muss – und warum die Massenerschießungen auf Utøya über einen ungewöhnlich langen Zeitraum hinweg andauern. Dabei sollen die verschiedenen Wege betrachtet werden, die nach Collins zur Ausübung von Gewalt führen und mit Hilfe einer Methodologie prozessualen Erklärens versucht werden, eine temporale Erklärung für das Ausmaß der Tat zu finden. Ebenso soll die These von Collins zu dem Potenzial von verborgenen Hinterbühnen, auf denen Amokläufe vorbereitet werden, am Fall Breivik plausibilisiert und überprüft werden.

My thesis deals with a process-sociological analysis of the case of Breivik, with recourse to the theory of microsociology of violence from Randall Collins. I examine the events of the day of the attacks, as well as the preparation under a temporal perspective with the help of a sequential event reconstruction and attempt to explain how violence becomes possible – although violence can be assumed to be difficult and that first a barrier of confrontational tension and fear has to be overcome – and why the mass shooting on Utøya lasts for an unusually long period of time. The aim of my Work is to look with the help of the methodology of procedural explanation at the different Pathways that lead to violence by Collins and to find a temporal explanation for the extent auf the attack. Likewise, Collins’s thesis about the potential of hidden backstages on which amok shootings are usually prepared will be explained and transferred to the Breivik case.

Datum 24.07.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
  
   
  
  
Thema Hate speech
A study on hate biases and attacks towards journalists
Inhalt

According to a survey run by the media magazine Journalist more than 50 percent of the 66 participating German newspaper’s editorial departments indicated that they would be overstrained moderating their online forums because of the large number of criminally relevant comments (Siegert, 2016). 27 editorial departments stated that they would no longer publish articles of certain content on Facebook. The project Mapping Media Freedom catalogues threats, violations and limitations that are faced by members of the press within the European Union member states, candidates for entry and neighboring countries. Since May 2014, 3.264 reports were submitted including for example governmental repression or attacks on journalists by recipients, etc. The Blog augenzeugen.info collects journalist’s individual experiences of attacks by members of right wing groups. The blog reveals that many of these attacks include physical violence and seem to increase.

Although these results can give us some insight into the phenomena a wide-ranging systematic examination of attacks on journalists is still missing. Thus the development of prevention and intervention measures and profound discussions within the editorial departments based on empirical evidence are prevented. Against this backdrop the HArM-study (Hass im Arbeitsalltag Medienschaffender) was run by the Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG), based on the initiative of the Mediendienst Integration. Four guiding questions formed the basis for the conception of the study:

Which perceptions of attacks on journalists in general do participants have? Which experiences with attacks on themselves do they have?

Which attributes do journalists see as a reason for being faced with these attacks? Are there structural interrelations with certain themes, media formats, or ‘availability’?

Which burdens and restrictions (in everyday working life) indicate journalists?

How do colleagues and editorial departments react to those attacks? Did they develop any strategies and measures? How useful do journalists perceive these?

The study focuses on the subjective reports of the journalists. Data was collected with an online-survey using an anonymous and voluntary questionnaire. Regional associations of the Deutsche Journalisten-Verband (DJV) and Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) informed their members about the survey using their mailing lists. From November 14th until December 31st 783 journalists participated in the survey, 400 journalists finished the whole questionnaire. The sample is not representative but the sample size is big enough to gain an insight into the everyday working life of journalists in times of attacks and violence against them. The results of the study are presented and discussed.

Datum 10.07.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
  
   
  
  
Thema Xsonar: Projektvorstellung
Datum 29.05.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema The role of state repression in radicalising collective action:
A social psychological approach
Inhalt

Political radicalisation of individuals or protest movements can emerge as a result of state repression of opposition movements and collective action. The aim of the present discussion is to shed light on how state or authority repression shapes the potential social psychological processes underlying individuals’ willingness to engage in non-violent collective action. The radicalising role of state repression in spurring further resistance as well as violent political acts received sustained attention from political scientists and sociologists at the macro- and meso-level, however, seldom have they paid attention to the micro-level of analysis.

Through integrating political science and sociology literature on civil resistance, revolutions, protest movements, and social psychology literature on collective action, the present research advances a general predictive model of the social psychological processes underlying collective under in repressive contexts. The model integrates the recent advancements in the collective action literature and examines the unique predictive role of anger and fear (emotional pathway), political, identity consolidation and participative efficacies (instrumental pathway), politicised identification (identity pathway) as well as moral obligation, over and above past participation. Moreover, the research investigates how perceived risk, due to government sanctions, shapes these antecedents and the willingness to engage in collective action.

Four survey studies test this model in various repressive contexts including Hong Kong (N = 115), Russia (N = 305), Ukraine (N = 136) and Turkey (N = 296). A meta-analytic integration of the findings confirm the intensifying role of perceived risk, whereby it indirectly spurs further resistance through shaping the antecedents of collective action. The results also suggest that protesters are intrinsically motivated to engage in collective action when placed under risk. Specifically, although not motivated by political efficacy, protesters are strategic as they are motivated by the likelihood to consolidate the identity of their protest movement and the likelihood of their own participation to incrementally contribute to achieving the desired goals. Moreover, they are emotional, politicised and dutiful as their outrage towards how the authorities treat the protesters, their identification with their protest movement, as well as their sense of moral responsibility encourage them to take action despite the risks. The limitations and implications of these results are discussed, as well as directions for future research.

Datum 22.05.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
  
   
  
  
Thema What do we do? Research at IKG
Datum 08.05.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Bielefelder Rechtsextremismusstudie: Datenbestand
Inhalt

Von 1985 bis 1989 führte Wilhelm Heitmeyer die Bielefelder Rechtsextremismusstudie mit der Forschungsfrage „Welchen Einfluss hat soziale Ausgrenzung (Arbeitslosigkeit) auf politische (neofaschistische) Orientierungsmuster Jugendlicher in Abhängigkeit von ihrer Einbindung in ihr soziales Lebensumfeld?“ durch. Es handelt sich um eine qualitative Längsschnittstudie (ein Panel) mit 36 männlichen Jugendlichen. Die Transkripte der Interviews wurden im letzten Jahr digitalisiert und aufbereitet und stehen für Sekundäranalysen bereit.

Die Jugendlichen, welche aus verschiedenen Milieus stammten, wurden in teilstandardisierten Interviews über die Jahre hinweg zu ihrem Leben (mit starkem Fokus auf ihre Arbeit) sowie zu den Themen Politik und Gesellschaft befragt. In ihren Aussagen werden Veränderungen und Korrelationen zwischen der Lebensumwelt und individuellen Einstellungen deutlich, wobei sowohl die eigene Wahrnehmung als auch die Einstellungen durch die strukturierten Fragen erkennbar werden (Selbstbild-Fremdbild-Diskrepanz). Interessant sind hierbei die Argumentationen, die Feindbilder sowie die Stereotype, welche sich von denen im heutigen Diskurs über Migration kaum unterscheiden.

Der Vortrag stellt Inhalt und Form des aufbereiteten Materials vor und lädt dazu ein, über neue Nutzungsmöglichkeiten nachzudenken. Denkbar wären beispielsweise ein Vergleich mit dem aktuellen öffentlichen Diskurs oder die Wiederholung der Studie.

Datum 13.03.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
  
   
  
  
Thema Living in challenging neighborhoods.
The example Cologne-Chorweiler
Datum 27.02.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Differential Impediments to Inclusion of Young People with Differential Migration Backgrounds:
How Being Alienated in the Home Country Amplifies Being Alienated in the Host Country
Inhalt

Feeling alien in another (host) country than one’s own (home) is more often a rule than exception, especially if the reason is one of migration. An often overlooked aspect of the subjective feeling of alienation is the fact that a good portion of migrants in a host country had already have the experience of being migrant in their home country. Therefore, it is justified to assert that efforts for increasing the rate of inclusion in the host country might have been challenged by the differential backgrounds of migrants. In other words, having been discriminated in the home country might amplify the feeling of being discriminated in the host country, even under viable circumstances. Though, in some cases, the prospects that the host country offer might offset or condone the alienation or discrimination experienced in the home country.

Even though the published research as well as UN or EU reports devote special sections to impediments to social, economic, and political (SEP) inclusion of youth with migration background (usually regarding migration a disadvantage), comparative data is lacking to tell us the extent to which youth with differential migration backgrounds might have been facing differential impediments to participation, inclusion, and, thus, integration.

Acculturation has been conceived primarily as an international issue. Questions of acculturation have been formulated by ‘locals’ rather than ‘foreigners’. However, ‘foreigners’ have not been and are not always ‘locals’ in their home countries. They might be ‘foreigners’ to certain ‘locals’ in many respects Demarcation of being a ‘foreigner’ in a host country could have a differential effect on migrants whose demarcation had and has been ‘foreigner’ in their home country. In that sense, youth with or without a domestic migration background might have been exposed to differential impediments to inclusion in their home countries. Consequently, inclusion or integration policies could have a differential impact on the subsequent acculturation pattern. However, neither the domestic migration background nor the effects of prior demarcations have been granted priority in published literature or inclusion policy statements. Therefore, assessment of similarities and differences between the impediments to SEP inclusion of young people who have a dual migration background has the potential to contribute European-wide strategies in establishing functional and sustainable youth civic participation programmes.

Datum 13.02.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
  
   
  
  
Thema An Introduction to R
Inhalt

R is a programming language and therefore a tool for statistical data analysis that has seen a surging increase in popularity since its release in the year 2000. Today R is widely used not only in academia, but also in the industry to work with data and conduct quantitative analysis in different fields ranging from psychology, sociology, social sciences and economy to machine learning and mathematical statistics. R runs under the GNU-Public license and is therefore free to download and use for everyone around the world! We want to show people who currently use other common software for data analysis in quantitative academic research (like SPSS and STATA) what R looks like, so that you are able to make an informed decision on wheather you want things to stay as they are or if it could be worth it to invest time into learning and using R going forward. Firstly, the talk will deal with the topics 'What is R?', its main features and how to get started using R. Additional information on how to setup R and where you can find great resources to learn R for yourself, for free, will be given. Secondly there will be a demonstration of some things that R is able to do, going from the very basics up to using Data from our current 'Moscheebesuche'-Project to show some simple examples what working with R can look like.

The presentation addresses all researchers using quantitative data.

Datum 16.01.2017
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
  
   
  
  
  
  
  2016   [andere Jahre]
  
   
  
  
Thema Islamfeindlichkeit oder MuslimInnenfeindlichkeit?
Differenzierung zweier Phänomene
Inhalt

Islamfeindlichkeit und MuslimInnenfeindlichkeit sind nur zwei Beispiele für die Begriffsvielfalt im aktuellen Diskurs um die Bedrohungsgefühle und Abwertungen, die sich gegen muslimische Personen und ihre religiösen Aktivitäten richten. Hierbei werden jedoch zwei unterschiedliche Ebenen ohne die nötige Trennschärfe betrachtet: Auf der einen Seite stehen Personen (muslimischen Glaubens) im Fokus, auf der anderen Seite gilt die Ablehnung einer Religion.

Im Sinne der Social Identity Theory (Tajfel/Turner 1979/1986) gibt es Situationen, in denen die Gruppenzugehörigkeit (in diesem Fall die Religionszugehörigkeit) nicht salient oder die Kategorisierungssalienz zumindest verringert ist, beispielsweise weil andere gruppenkonstituierende Merkmale vorherrschen, es zu überlappenden Kategorisierungen kommt oder eine Wahrnehmung auf individueller statt auf Gruppenebene stattfindet. Durch die von der Religionszugehörigkeit losgelöste Wahrnehmung von Personen muslimischen Glaubens können diese demnach auch unabhängig vom Islam betrachtet werden. Möglicherweise folgt daraus eine Unabhängigkeit von der Abwertung des Islam und der Abwertung von MuslimInnen.

Statistische Analysen einer Stichprobe aus Bielefeld deuten auf die Notwendigkeit einer Unterscheidung von Islamfeindlichkeit und MuslimInnenfeindlichkeit hin. Diese variiert möglicherweise in verschiedenen Subgruppen. Daher stellt sich die Frage: Lassen sich zwischen den Subgruppen Unterschiede hinsichtlich der Differenz zwischen Islam- und MuslimInnenfeindlichkeit finden? Genauer: Welchen Einfluss haben Kontakt, die eigene Religionszugehörigkeit oder Bildung auf feindliche Einstellungen gegenüber dem Islam einerseits und MuslimInnen andererseits?

Datum 05.12.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
  
   
  
  
Thema Krieg in der Literatur: Darstellen und Seltsammachen
Inhalt

Seit es Menschen gibt, gibt es Geschichten und Kriege. Geschichten – und Literatur im Speziellen – wurden und werden oft dazu genutzt, Menschen für Kriege zu motivieren, und sie dagegen zu stimmen. Es scheint offensichtlich, dass brutaler Realismus die beste Abschreckwirkung haben muss: Und doch entscheiden sich viele pazifistisch gesinnte Schriftsteller von russischen Klassikern wie Leo Tolstoy bis zu amerikanischen S?ience-Fiction-Ikonen wie Kurt Vonnegut in ihren Kriegsdarstellungen nicht für den nackten Naturalismus, sondern für etwas, das Wiktor Schklowski vor 100 Jahren als „Ostranenie“ beschrieb.

„Die Automatisierung frisst Sachen, Kleider, Möbel, die eigene Frau und die Angst vor dem Krieg ...Die Kunst existiert, damit man das Gefühl für das Leben zurückgewinnen kann; sie existiert, damit man Dinge fühlt, damit der Stein steinig wird“, schrieb er. Schklowski nennt Ostranenie (das Seltsammachen) ein Mittel, die Angst vom Krieg wiederzuerwecken, der kognitiven Automatisierung der Militarisierung entgegenzuwirken – und doch sind die Beziehungen dieses literaturwissenschaftlichen Schlüsselbegriffs zu Gewalt kaum erforscht. Der Vortrag will sich auf dieses Neuland wagen.

Wie die internationale Konferenz „One Hundred Years of Ostranenie“ (www.ostranenie.net; 15-17.12.2016, Erfurt) zeigt, hat das literarische Seltsammachen viele Facetten. Unter ihnen ist eine essenziell: die Kreation und Auffrischung des Bewusstseins für sanktionierte Gewalt.

Datum 21.11.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
  
   
  
  
Thema Violence in football
Inhalt

This research project has the overall objective of expanding the knowledge and promote the exchange of bilateral experiences between Brazil and Germany on the prevention of violence at sporting events and also on the relationship between football and violence. From this general objective, established the following specific objectives:

1. Knowing German policy to prevent violence in stadiums

2. Knowing the Fan Projects

3. Produce a database and compared with systematic information about the deaths in the Brazilian and German football

4. Produce scientific articles compared on such violence, as well as on the prevention of the same projects in Germany and Brazil, together the german reasearchers.

5. Consolidate international network of research on the topic.

The method for achieving the same quality and will be developed from visits "ethnographic" the stadia and Fan Projekts, as well as literature on the German production about the relationship between football and violence. Meetings with security officials, sports leaders and researchers.

Datum 07.11.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Englisch
  
   
  
  
Thema Konfliktverstehen und –management im Ehrenamt der Flüchtlingshilfe
Inhalt

Massiv gestiegene externe sowie interne Konflikte in Asylunterkünften sind impulsgebend für das Projekt. Ehrenamtlich Engagierte sind von beiden Konfliktarten betroffen. Das Projekt dient der Stärkung des Ehrenamtes und hat zum Ziel einer Handreichung für ein verbessertes Konfliktmanagement in Asyl- und Flüchtlingsunterkünften. Darin soll auch Wissen über Möglichkeiten der Konfliktprävention und –intervention dargelegt werden.

Theorien zum Prozess der Konfliktentstehung, -eskalation, -reduktion wie auch Prävention und Interventionsmöglichkeiten finden kaum Eingang in den Alltag der Ehrenamtlichen. Eine Expertise über die Konflikte und ein optimales Konfliktmanagement soll so aufbereitet werden, dass der Transferprozess vom Wissen zur Praxis enger und zuverlässiger gestaltet werden kann, da Konflikte eine wesentliche Barriere für das ehrenamtliche und zivilgesellschaftliche Engagement darstellen.

Datum 24.10.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
  
   
  
  
Thema Antisemitismus im Kontext von Konformität - ist die These antisemitischer Umwegkommunikation haltbar?
Datum 01.08.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
  
   
  
  
Thema Geschlechtsspezifische Gewalt: Eine qualitative Analyse
Datum 13.06.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Simulation und Reduktion von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie.
 Semiotisch fundierte Film- und Diskursanalysen in der Konfliktforschung
Datum 23.05.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
Moderation Andreas Hövermann
  
   
  
  
Thema Konflikt- und Gewalterfahrungen bei fact-finding missions der Vereinten Nationen
Inhalt

Menschenrechte nehmen stets Bezug auf gesellschaftliche Auseinandersetzung, die manchmal gewaltsam eskalieren. Bei Fact-Finding-Missions der Vereinten Nationen erlebt man diesen Zusammenhang von Menschenrechtsansprüchen, gesellschaftlichen Konfliktkonstellationen und Gewalterfahrungen intensiv, gelegentlich sogar hautnah. Schon bei der Vorbereitung solcher Missionen gilt es zu berücksichtigen, dass die nicht-staatlichen Gesprächspartner hohen persönlichen Risiken ausgesetzt sein können. Diplomatische und andere Sicherheitsvorkehrungen sollen gewährleisten, dass die „Quellen“ und Vermittler von Informationen vor staatlichen oder gesellschaftlichen Repressionen bewahrt werden; in einigen (wenigen) Fällen ist dies allerdings dramatisch gescheitert. Viele der in den Gesprächen berichteten Menschenrechtsprobleme spiegeln Konflikte wider, in denen sich unterschiedliche Konfliktebenen – Landstreitigkeiten, ökonomische Rivalitäten, politische Vertrauenskrisen, Kommunikationsabbrüche, religiöse oder weltanschauliche Polarisierungen, kollektive historische Traumata usw. – in oft schwer durchschaubarer Weise überlagern können. Auch die Mission selbst kann in die Schusslinie politischer Auseinandersetzungen geraten – so erlebt man verunglimpfende Medienkampagnen, orchestrierte Demonstrationen, politische Blockaden, Korruptionsversuche und direkte Einschüchterung. Eine extreme Erfahrung dieser Art hat in Vietnam dazu geführt, dass eine Visite vorzeitig abgebrochen werden musste, nachdem einige Aktivisten versucht hatten, Zuflucht bei der UN-Mission zu finden und deren Hotel dann anschließend von Sicherheitspolizei regelrecht belagert worden war. Die Konflikte münden gelegentlich in politischen Schlagabtausch in den Gremien der Vereinten Nationen.

Im Vortrag sollen vor allem persönliche Impressionen – und damit verbundene Reflexionen – aus Jordanien, Libanon, Zypern (Süd und Nord), Moldawien/ Transnistrien, Kasachstan, Sierra Leone, Indien, Sri Lanka, Vietnam und anderen Ländern zu Wort kommen. Was aus all dem grundsätzlich folgt, bleibt einer hoffentlich lebhaften Diskussion überlassen.

Heiner Bielefeldt hat seit sechs Jahren das Mandat des UN-Sonderberichterstatters für Religions- und Weltanschauungsfreiheit inne. Dieses Mandat impliziert Einzelfallarbeit in Gestalt diplomatischer Demarchen, thematische Berichte und ihre öffentliche Diskussion in den Gremien der Vereinten Nationen (vor allem Generalversammlung und Menschenrechtsrat) sowie intensive Fact-Finding Missionen in ausgewählten Ländern aus allen Regionen der Welt.

Datum 12.05.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
  
   
  
  
Thema Umkämpfte Zivilgesellschaft:
Wann gelingt die Gemeinwesenarbeit gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit?
Inhalt

In seinem Dissertationsprojekt analysiert Friedemann Bringt auf empirischer Grundlage dreier Ge-meinwesenarbeitsprojekte zur Reproduktionsunterbrechung Gruppenbezogener Menschenfeindlich-keit (GMF) und zur Förderung einer demokratischen Zivilgesellschaft, die das Kulturbüro Sachsen e.V. in den Jahren 2006-11 durchführte, sozialräumliche Förderungs- und Hinderungsfaktoren für eine gelingende Gemeinwesenarbeit. Es handelt sich dabei um eine empirische, im Sinne der Grounded Theory durchgeführte Untersuchung, die im Juni 2011 begann. Bringt untersucht in seiner Dissertati-on, welche Struktur- und Prozesselemente der prozessual-systemischen Denkfigur Heitmeyers (Re-produktionsmodell) sich mit den Methoden der Gemeinwesenarbeit bearbeiten und im Sinne einer Unterbrechung von GMF-Reproduktionsbedingungen beeinflussen lassen und welche lebensweltli-chen Zugänge sozialprofessionelle Demokratiearbeit hierfür im Sozialraum herstellen muss. Dabei setzt er sich konstruktiv-kritisch mit den ‚Sozialraumanalysen zum Zusammenleben vor Ort’ (SoRA-ZO) des IKG Bielefeld auseinander.\ß Friedemann Bringt studierte von 1995-2001 an der Evang. Hochschule Dresden (FH) Sozialarbeit, be-suchte an der Hoogeschool „De Horst“ im niederländischen Driebergen/Zaist 1998/99 den Aufbaustu-diengang „Community Work“ (Gemeinwesenarbeit) und absolvierte 2003-07 am Zentrum für post-graduale Studien Sozialer Arbeit an der Kath. Hochschule für Sozialwesen in Berlin ein berufsbeglei-tendes Masterstudium „Sozialarbeit als Menschenrechtsprofession“. Seit 2001 arbeitete er als Fachre-ferent Mobile Beratung beim Kulturbüro Sachsen e.V., wo er auch die untersuchten Gemeinwesenar-beitsprojekte konzipierte. Er ist heute Projektleiter der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechts-extremismus, einem Netzwerkprojekt von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Kooperation mit dem Kulturbüro Sachsen e.V. Sein Dissertationsprojekt wird von Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld)

Datum 25.04.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
Sprache Deutsch
  
   
  
  
Thema Geteilte Forschung - Forschungskooperation zur Analyse von Gewaltkonflikten in der Weltgesellschaft
Inhalt

Die Frage, wer dazu berufen ist, sich zu politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen in den nichtwestlichen Regionen der Weltgesellschaft zu äußern und legitime sozialwissenschaftliche Thematiken zu definieren, stellt sich heute mit besonderer Dringlichkeit am internationalen Gewaltproblem. In struktureller Hinsicht betrifft dies die internationalen Arbeitsteilung in den Sozialwissenschaften, wie sie sich in einer Expansion internationaler Wissensproduktion zur Gewaltfrage in der letzten 20 Jahre ausgeprägt hat. Von der Sache her geht es um die Durchsetzung einer gewaltvermeidenden Biopolitik, die innergesellschaftliche Gewalt weniger als Folge denn als Ursache von Unterentwicklung zu begreifen scheint. Im Vortrag werden beide Perspektiven zusammengeführt, indem am Beispiel von zwei Forschungs- und Lehrprojekten der Konflikt- und Gewaltforschung, die sich auf fünf periphere Weltregionen erstrecken (Lateinamerika, Subsaharisches Afrika, Nordafrika, Kaukasus, Südasien), die Schwierigkeiten des „Transfers“ von Forschungsthemen und –kompetenzen diskutiert wird.

Datum 11.04.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Intimate Market Sociability
Datum 22.02.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Quantitative Analyse der Radikalisierungswege:
Sample, Methodik, Verteilungen
Datum 08.02.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Die Intersektionalität von Cyber-Gewalt gegen Frauen
Datum 25.01.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
Thema Moscheeprojekt:
Einstellungen zum Islam und zu Muslimen
Inhalt

Das für 18 Monate genehmigte Projekt „Moscheebesuche – Erfahrungen von Nicht-Muslimen“ hat am 1. September 2015 begonnen. Untersucht werden organisierte Moscheeführungen von Schulklassen an vier Standorten. Das Projekt geht dabei der Frage nach, welche Effekte Moscheebesuche auf nicht-muslimisch sozialisierte Jugendliche zeigen. Zunächst werden qualitative Interviews durchgeführt, um den Forschungsgegenstand zu beleuchten. Basierend auf den Ergebnissen wird ein Befragungsinstrument für Schulklassen entwickelt, das vor und unmittelbar nach einer Moscheeführung sowie ein halbes Jahr später zum Einsatz kommt. Das Design soll nachhaltige Effekte prüfen. Dritteinflüsse werden durch eine Vergleichsgruppe kontrolliert, die keine Moschee besucht.

Im Vortrag steht das - gerade in den Pretest entlassene - Befragungsinstrument im Vordergrund.

Datum 11.01.2016
Zeit 13:15 Uhr
Ort X-E1-245
  
   
  
  
  
  
  2015   [andere Jahre]
  
   
  
  
Thema Diskriminierung im (professionellen) Sport
Inhalt

Sport bietet sich als Untersuchungsfeld für Forschungen zu Diskriminierung besonders an. (Diskriminierende) Entscheidungen von Schiedsrichtern, Konsumenten, Trainern und Managern sind beobachtbar, ebenso wie Herkunft, Leistungen, Karriereverläufe und oftmals Gehälter der Athleten. So lässt sich statistisch erfassen, inwieweit die Nationalität berufliche Chancen auf Arbeitsmärkten beeinflusst und unter welchen Gegebenheiten Diskriminierung unterschiedliche Ausprägung erfährt. Beispiele sind ungleiche Löhne oder Einsatzzeiten bei gleicher Leistung oder die Ungleichbehandlung durch Schiedsrichter. Die Beobachtbarkeit im Längsschnitt lässt Diskriminierungsentwicklungen im Zeitverlauf bestimmen. Offene Fragestellungen beziehen sich unter anderem auf die Ursachen von Diskriminierung. Die bloße Beobachtung diskriminierenden Verhaltens kann sich beispielsweise in statistischer Diskriminierung, immateriellen Vorteilen der Entscheider oder Präferenzen anderer, oftmals vorgesetzten, Akteure begründen.

Datum 14.12.2015
  
   
  
  
Thema Systematisierung aller in Deutschland angebotenen und durchgeführten (Präventions-)Programme gegen islamistisch motivierte Radikalisierung außerhalb des Justizvollzugs.
Klassifizierung der Ansätze und Prüfung ihrer jeweiligen theoretischen Herleitung und Begründetheit
Inhalt

Das Kooperationsprojekt ist eine unabhängige wissenschaftliche Forschungsarbeit, die vom Deutschen Forum für Kriminalprävention gefördert und vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld durchgeführt wird. In der Bundesrepublik Deutschland haben sich infolge der weltweit vermehrt auftretenden Terroranschläge, der Bildung neuer ideologisierter Gruppen, des Erkennens der massiven Internet-Propaganda extremistisch radikalisierter Gruppen u. a. zahlreiche Projekte und Ansätze in Bezug zur Prävention im Bereich islamistisch orientierten Radikalisierung entwickelt. Das zentrale Ziel des Projektes ist es, die zahlreichen Initiativen und Programme im Bereich der Prävention gegen islamistisch motivierte Radikalisierung zu strukturieren und anhand neutraler Kategorien die einschlägige Präventionslandschaft in Deutschland abzubilden und in ihrer Komplexität zu beschreiben. Durch einen Vergleich nationaler Initiativen sollen auf der Grundlage einer qualitativen Analyse zentrale (theoretische) Konzepte, Stärken und mögliche Förderbedarfe des nationalen Präventionsangebotes herausgearbeitet werden. Die durch das Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse schaffen langfristig gesehen eine gute Grundlage für eine stärkere Vernetzung zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik, um auch weiterhin der Komplexität und den Herausforderungen des Themenfeldes gerecht zu werden.

Datum 07.12.2015
  
   
  
  
Thema Junge Menschen und gewaltorientierter Islamismus
Datum 09.11.2015
  
   
  
  
Thema Konflikt um die kurdisch besiedelten Gebiete in der Türkei, im Irak und in Syrien aus politikwissenschaftlicher Perspektive
Datum 22.01.2015
  
   
  
  
  
  
  2014   [andere Jahre]
  
   
  
  
Thema The Populist Radical Right in Europe:
the Case of the French Front National
Inhalt

The French Front National is an exemplar for the success of populist radical right parties in Europe. In a comparative way the lecture will show how Marine Le Pen benefits from the economic and social crisis, urban segregation, Islamophobia and political disappointments in parts of French society. What is the future of this party that has transformed from a populist and “extremist” outsider to a “normal” political actor in French politics?

Datum 02.07.2014
  
   
  
  
Thema Medientraining
Inhalt

Ob Pressekonferenz/en oder Interviews in Funk und Fernsehen, einfache Vorträge vor öffentlichem Plenum - der Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit bildet ein wesentliches Kernstück des IKG. Doch nicht alle sehen sich dieser Herausforderung gewachsen, es fehlt meist an Erfahrung und Kenntnissen; auch die 'learning-by-doing'-Strategie bietet sich hierfür nur begrenzt an.

Daher soll im Rahmen des Forums zunächst eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema Das IKG in der (medialen) Öffentlichkeit stattfinden. Kompetente Hilfe erwartet uns von Seiten Jörg Heerens, der einen kurzen Input zu 'do and don'ts' geben und anschließend gezielt in die Diskussion unserer Anliegen gehen wird.

Datum 14.04.2014
  
   
  
  
Thema Projektvorstellung
Datum 24.03.2014
  
   
  
  
Thema Lieber später als nie:
Strafprozesse in Argentinien und ihre soziale Effekte auf Opfern von Menschenrechtsverletzungen.
Datum 10.03.2014
  
   
  
  
Thema Die erste Welle des internationalen Terrorismus 1880-1914.
Semantiken, Repressionen, Moral panics.
Datum 24.02.2014
  
   
  
  
Thema Projektvorstellung
Datum 10.02.2014
  
   
  
  
Thema Fußball(fan)forschung am IKG.
Überblick und Perspektiven.
Datum 27.01.2014
  
   
  
  
Thema Serial Offending in Adolescence.
Social Backgrounds of Repeated Criminal and Violent Behavior.
Datum 13.01.2014
  
   
  
  
  
  
  2013   [andere Jahre]
  
   
  
  
Thema Collective action as a means for social equity.
Two mediation models predicting collective action intentions in situations of structural versus incidental inequality
Inhalt

The question why people demonstrate, even though the consequences are by definition not always positive or visible, is posed as my thesis main focus. In continuation of the SIMCA-study (Van Zomeren et al., 2008) and several studies conducted on collective action intentions (for an overview see Van Stekelenburg & Klandermans, 2007), we tried to provide new empirical support for two mediation models predicting collective action in the context of two types of disadvantage. The main question of our study was whether the process of collective action intentions is controlled by a type of disadvantage, be it structural or incidental disadvantage. That is, we presumed that in the structural condition, social identity predicts collective action intentions through perceived efficacy and that in the incidental condition, perceived injustice predicts collective action intentions through anger. Our findings match recent work demonstrating that intergroup harmony can undermine social change, suggesting that stronger common-group identification reduces collective action intentions. This has important implications for work on identification with the subgroup and overarching group at improving intra- and potentially intergroup relations as well.

Datum 09.12.2013
  
   
  
  
Thema Anomie: Between Normlessness and Cognitive Disorientation
Inhalt

We address the classical concept of anomie in empirical perspective. Two approaches towards measurement of anomie appear currently in large cross-country surveys – a shortened version of the civic morality scale (Zhao and Cao 2010, Cao et al. 2010) and anomie scale prpopsed by Middleton (1963) and added by Swader and Kosals in the WVS, wave 6, for Russia and Kazakhstan. Taken into account the theoretical problems regarding the both approaches we carry out validation of the Middleton anomie scale using confirmatory factor analysis and multiple group analysis with MPLUS and draw the following conclusions. The civic morality scale addresses a different phenomenon and thus cannot be used for measurement of anomie. The Middleton scale provides us with a much better measurement. Hovewer, it is heterogeneous and consists of two dimensions – that of anomie (indicators of normlessness and powerlessness) which is closer to the innovative mode of adaptation proposed by Merton (1938) and alienation (social isolation, meaninglessness and job dissatisfaction). Results of configural, metric, and scalar invariance and the alignment test (Asparouhov and Muthen 2013) show that these results are valid for both countries. Recommendations for further research are made.

Datum 28.10.2013
  
   
  
  
Thema Der Weg zum DFG-Antrag
Datum 14.03.2013